Das Gespenst des Kapitals (minima oeconomica)

Das Gespenst des Kapitals minima oeconomica Angesichts der Ereignisst rme im gegenw rtigen Finanzgesch ft widmet sich Joseph Vogl in einem klarsichtigen Essay den Wahrnehmungsweisen Theorien und Problemlagen dessen was man mit gutem Grund imm

  • Title: Das Gespenst des Kapitals (minima oeconomica)
  • Author: Joseph Vogl
  • ISBN: 3037341165
  • Page: 439
  • Format:
  • Angesichts der Ereignisst rme im gegenw rtigen Finanzgesch ft widmet sich Joseph Vogl in einem klarsichtigen Essay den Wahrnehmungsweisen, Theorien und Problemlagen dessen, was man mit gutem Grund immer noch Kapitalismus nennen muss Gerade Finanzm rkte gelten als das Marktgeschehen schlechthin Unbelastet von den Beschwernissen der Produktion sind sie f r die herrschende konomische Doktrin Schaupl tze eines perfekten Wettbewerbs und idealer wirtschaftlicher Ausgleichprozesse ein segensreiches Zusammenspiel von gewinnorientierten und also ebenso rationalen wie zuverl ssigen Akteuren Darum wollte man in Spekulationsblasen und Crashs blo e Anpassungskrisen oder jene seltenen Ausnahmesituationen erkennen, die sich dem irrationalen berschwang eines vielleicht gierigen, vielleicht inkompetenten oder schlicht r cksichtslosen Spekulationswesens verdanken Hier setzen die Fragen des Essays an Sind die irrationalen Exuberanzen wirklich Ausnahmef lle oder nicht eher regul re Prozesse im Getriebe kapitalistischer konomien Reicht die Unterscheidung von rational und irrational berhaupt hin, die Effekte dieses Systems zu fassen Begegnet konomische Rationalit t hier nicht unmittelbar ihrer eigenen Unvernunft Arbeitet das System tats chlich effizient und rational Angesichts dieser Fragen folgt der Essay einer ebenso historischen wie theoretischen Sondierung und hegt einen grundlegenden Zweifel dar ber, ob die alte liberale Hoffnung auf die ausgleichende Ordnungsmacht des Marktes Adam Smiths ber hmte unsichtbare Hand noch gerechtfertigt ist So wenig der Kapitalismus als reiner Rationalisierungsprozess beschrieben werden kann, so wenig lassen sich Spekulation und Spekulanten als verworfene oder pathologische Ausnahmegestalten begreifen Das liegt nicht zuletzt an den Dynamiken der modernen Finanz und Kredit konomie, die sich auf die Wirkungsweise einer stets offenen und ungewissen Zukunft verpflichtet F r die M rkte der futures und Derivate ist Zukunft, d.h Zeit zu einer unersch pflichen Ressource geworden Im Zentrum steht das Wissen um jene scheinbar irregul ren Ereignisse, in denen die finanz konomische Welt unlesbar und undurchschaubar geworden ist Hier wirken Ungewissheit und Instabilit t im Herzen des Systems und hier vollzieht sich ein Angriff der Zukunft auf die brige Zeit das Gespenst des Kapitals.

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      439 Joseph Vogl
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      Posted by:Joseph Vogl
      Published :2019-04-14T02:26:52+00:00

    One thought on “Das Gespenst des Kapitals (minima oeconomica)

    1. None

      Fast schon episch beginnt das erste Kapitel, in dem Vogl beschreibt, wie unmöglich es den Wirtschaftsweisen erscheint, dass der Kapitalismus kein Selbstläuferprinzip ist. Eben so, wie sich Jahrhunderte lang die Menschen nicht vorstellen konnten, dass es schwarze Schwäne gibt – bis diese dann entdeckt wurden. Heute, da es evident ist, dass sich die freie Marktwirtschaft selbst reguliert, wehren sich so genannte Experten aber immer noch dagegen, diese Tatsache einzusehen. Deshalb erklärt Vog [...]

    2. None

      Joseph Vogl hat sich seit der Finanzkrise intensiv in die Ökonomie eingearbeitet. So kommen zur Abwechslung neben den Fragen ob nun Keynes oder Marx oder Friedman Recht haben auch mal Leute, wie Platon zu Wort. Dass dies mit einer überwältigenden Sprache vorgetragen wird ist natürlich verständlich, aber setzt nur den vermeintlich mathematisch-naturwissenschaftlich korrekten wirtschaftswissenschaftlichen Ansätzen eine entsprechende Wucht entgegen. Voll zu empfehlen!

    3. None

      Sehr geehrter Herr Vogel,ich sah neulich eine verwunderte Reaktion Ihrerseits im Fernsehen über den Erfolg Ihres Buchs.Sie könnten vielleicht oder wahrscheinlich 10 x so viel verkaufen (was auch Sinn machen würde), wenn Sie das Buch in verständliche Sprache übersetzen ließen.Wieviele interessierte Menschen würden es gerne lesen, auch wenn sie nicht studiert haben.Haben Sie oder Ihr Verlag denn nicht ein klein wenig daran gedacht, als Sie es für die Veröffentlichung schrieben?5 Punkte f [...]

    4. None

      (von vermutlich schon einem gewissen Seltenheitswert in bestimmten Bereichen) paart sich mit Klarsicht. Von Aristoteles bis heute wird ein absolut beeindruckender Spannungsbogen über die ökonomische Geschichte gelegt. Aktuelle Gegenwart quasi als Beiprodukt. Intellektuelle Standards werden mal eben eingehalten. Überdies auch noch mit Wortwitz und wunderbar erhellenden Selbstzitaten behandelter Autoren. Eine wahrhafte Entdeckung!

    5. None

      Vogl beleuchtet die Wirtschaftstheorie auf eine Weise, wie es lange nicht mehr geschehen ist. Er kann es, weil er sich eine Literaturkenntnis erworben hat, die in dieser Breite bei den meisten Vertretern des Faches leider längst fehlt. Aus verständig ausgewählten Werken der Wirtschaftstheoriegeschichte destilliert er ein knapp 200 Seiten messendes Konzentrat, das es in sich hat. Die Theorieentwicklung wird darin als Versuch der Auflösung eines immer wieder aufkommenden widersprüchlichen Ein [...]

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